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Heute bin ich da!

Mein Weg zu mir 3 Min. Lesezeit

Heute bin ich da!

Manchmal braucht es keinen Abschluss. Nur einen Moment, in dem alles da sein darf: die Erinnerung, die Tränen und das kleine Mädchen. Heute bin ich da.


Ein stiller Moment der Fürsorge

Nichts an dieser Erinnerung ist gut. Aber dieser Moment ist gut. Ich bin da.

Jetzt sitze ich hier. Meine Schale Nüsse, ein Drink, ein Gin-Schweppes-Drink mit Wasser. Nichts Außergewöhnliches, aber eine Fürsorge.

Eine Fürsorge für ein kleines Mädchen.

Nein, ein kleines Mädchen darf keinen Gin trinken. Das ist nicht die Fürsorge.


Ein intensiver Schreibprozess

Heute war ein sehr intensiver Schreibprozess. Er hat emotional einiges von mir abverlangt. Ein klein wenig das Fenster geöffnet, nur ein kleines wenig. Aber mit einer Wucht, die mich wirklich voll erwischt hat.

Ein Moment des Fühlens, ein Moment der Befreiung, ein Moment des Seins.


Atmosphäre schaffen

Die Wohnung ist aufgeräumt. Ich habe heute dem kleinen Mädchen eine schöne Atmosphäre geschaffen. Ich sitze hier, eine Kerze brennt, mein MacBook vor mir, und ich habe geschrieben.

Die Tränen sind so geflossen.

Ja, sie dürfen fließen.

Es muss heute nichts perfekt sein, nichts gerade, nichts schön, nichts lustig.

Dieser Moment muss sein.


Raum für Gefühle

Eine Befreiung?

Ich weiß es nicht.

Aber einfach auch ein schöner Moment.

Und ich höre heute gute Musik. Vielleicht ist sie ein bisschen schwer und traurig, aber ich mag gerade diese sanfte, ruhige Musik. Sie ist nahbar und fühlt sich einfach gut an. Tröstend.

Vielleicht brauche ich heute genau das.

Keine laute Musik, die mich aus diesem Moment holt. Keine Ablenkung. Keine Worte, die irgendetwas erklären müssen.


Das Recht zu weinen

Ich darf einfach weinen.

Und das kleine Mädchen darf weinen.

Es wird nicht reglementiert. Es wird nicht gestoppt. Es muss nicht aufhören, weil die Tränen vielleicht unangenehm werden. Es müssen nicht einmal Worte fließen.

Heute darf es einfach sein.


Wahrhaftigkeit und Erinnerung

Und nein, heute ist nicht alles gut.

Wenn heute alles gut wäre, würde es sich fast wie ein Verrat an dieser Erinnerung anfühlen.

Denn an dieser Erinnerung ist gar nichts gut.

Aber sie ist da.

Und sie darf da sein.

Da ist sie.

Und ich bin froh, dass sie da ist. Ich bin froh, dass sie sich zeigt, und ich bin froh, dass ich heute da sein darf.


Nähe und Liebe

Ich darf sie in den Arm nehmen. Ich darf sie drücken.

Dieser Moment ist, glaube ich, das Wertvollste.

Sie darf heute das aussprechen, was sie erlebt hat.

Willi.

Der Tod eines geliebten Bruders.

Ein Zuhause, das sie verloren hat.

Ein Vater, den sie verloren hat, ohne zu wissen, dass sie ihn verloren hat. Er ist einfach nicht wiedergekommen.


Das kleine Mädchen darf heute gehört werden

Heute wird sie geliebt.

Heute ist sie wichtig.

Und ich bin nicht perfekt.

Ich bin vielleicht nicht immer die perfekte Beschützerin für sie gewesen. Ich war nicht immer die Frau, die alles geschafft hat. Ich habe nicht immer richtig auf mich aufgepasst. Ich habe nicht immer verstanden, warum ich bestimmte Dinge tue oder warum ich immer wieder in alten Mustern lande.

Nein.

Aber heute bin ich da.

Vielleicht reicht das für diesen Moment einfach.


Einfach da sein

Und vielleicht darf heute Social Media einfach Social Media sein.

Es ist schön.

Die Musik läuft. Die Lampe leuchtet. Die Kerze brennt. Die Nüsse schmecken gut.

Die Tränen dürfen laufen.

Nichts an dieser Erinnerung ist gut.

Aber dieser Moment ist gut.

Ich bin da.

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