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Die Erlaubnis, mich wieder zu fühlen

Mein Weg zu mir 2 Min. Lesezeit

Die Erlaubnis, mich wieder zu fühlen

Manchmal merke ich erst in der Stille, wie sehr ich mich selbst vermisst habe. Heute habe ich nichts vor. Und vielleicht treffe ich genau deshalb jemanden wieder, für den im Alltag oft viel zu wenig Zeit bleibt: mich. 🤎

Nun sitze ich hier.

Vielleicht ist es manchmal auch die Angst vor den eigenen Gefühlen.

Aus dem Beitrag

Und ich mag dieses Gefühl, nichts zu müssen.

Ich mag es, wenn ich wieder Zugang zu dem kleinen Mädchen bekomme. Zu dem Teenager. Zu der jungen Frau. Und zu der Frau, die ich heute bin.

Vielleicht ist heute einfach der Tag, den es braucht, um sie alle wiederzutreffen.


Erinnerungen und Gefühle zulassen

Die Trauer zu spüren. Die schönen Momente zu sehen. Erinnerungen kommen zu lassen.

Es schleicht sich eine leichte Melancholie ein.

Aber sie fühlt sich nicht falsch an.

Heute ist Zeit dafür.

Zeit für Erinnerungen. Zeit für mein Buch. Oder vielleicht einfach nur Zeit für mich.


Der innere Kampf mit Verantwortung und Funktionieren

Was sich so einfach anhört, ist manchmal ziemlich steinig.

Denn oft hat mich das Außen so sehr im Griff. Mein Alltag. Verantwortung. Funktionieren. Dinge erledigen. Weitermachen.

Und manchmal merke ich erst viel später, dass ich mich darin selbst verloren habe.

Dass ich mich gar nicht mehr richtig spüre.

Vielleicht ist es manchmal auch die Angst vor den eigenen Gefühlen.

Vor der Trauer. Vor der Angst. Vor dem, was auftaucht, wenn es plötzlich still wird.

Aber sobald ich stehen bleibe und wirklich hinschaue, merke ich etwas anderes:

Es kann auch unglaublich befreiend sein.

Ich lebe in einer Welt, in der es viel um Verantwortung und Funktionieren geht. Und manchmal bleibt darin wenig Zeit für Echtheit.


Zeit für mich selbst

Jetzt sitze ich hier.

In meinem Lieblingssessel. Ganz unperfekt. Einfach als Marion. Mein Hund bei mir.

Und ich nehme mir Zeit.

Für das kleine Mädchen.

Für den Teenager.

Für die junge Frau.

Und für die Frau von heute.

Heute dürfen sie alle da sein.

Mit allem, was sie fühlen.

Ohne Bewertung.

Ich darf traurig sein und gleichzeitig schöne Erinnerungen haben. Ich darf weinen und mich dabei gut fühlen. Ich darf melancholisch sein und trotzdem glücklich.

Und gerade merke ich, wie ich langsam wieder bei mir ankomme.

Im Hier und Jetzt.

Ich sitze hier und weine.

Nicht, weil es mir gerade schlecht geht.

Sondern weil ich merke, wie sehr mir etwas gefehlt hat:

Bei mir zu sein.

Ich habe mich lieb.

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Manchmal braucht es keinen Abschluss. Nur einen Moment, in dem alles da sein darf: die Erinnerung, die Tränen und das kleine Mädchen. Heute bin ich da.

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Endlich frei. Und plötzlich muss ich alles. Ich habe Urlaub. Niemand erwartet etwas von mir. Niemand sagt mir, was ich tun soll. Und trotzdem ist sie da, diese innere Liste: Aufräumen. Wäsche. Schreiben. Kreativ sein. Bis ich mich frage: Wer macht mir eigentlich diesen Druck, wenn es heute niemand mehr tut? Die Antwort führt mich zurück zu blauen Müllsäcken, einer offenen Kinderzimmertür – und zu der Frage, was Freiheit für mich heute wirklich bedeutet.

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