Die Erlaubnis, mich wieder zu fühlen
Manchmal merke ich erst in der Stille, wie sehr ich mich selbst vermisst habe. Heute habe ich nichts vor. Und vielleicht treffe ich genau deshalb jemanden wieder, für den im Alltag oft viel zu wenig Zeit bleibt: mich. 🤎
Nun sitze ich hier.
Vielleicht ist es manchmal auch die Angst vor den eigenen Gefühlen.
Und ich mag dieses Gefühl, nichts zu müssen.
Ich mag es, wenn ich wieder Zugang zu dem kleinen Mädchen bekomme. Zu dem Teenager. Zu der jungen Frau. Und zu der Frau, die ich heute bin.
Vielleicht ist heute einfach der Tag, den es braucht, um sie alle wiederzutreffen.
Erinnerungen und Gefühle zulassen
Die Trauer zu spüren. Die schönen Momente zu sehen. Erinnerungen kommen zu lassen.
Es schleicht sich eine leichte Melancholie ein.
Aber sie fühlt sich nicht falsch an.
Heute ist Zeit dafür.
Zeit für Erinnerungen. Zeit für mein Buch. Oder vielleicht einfach nur Zeit für mich.
Der innere Kampf mit Verantwortung und Funktionieren
Was sich so einfach anhört, ist manchmal ziemlich steinig.
Denn oft hat mich das Außen so sehr im Griff. Mein Alltag. Verantwortung. Funktionieren. Dinge erledigen. Weitermachen.
Und manchmal merke ich erst viel später, dass ich mich darin selbst verloren habe.
Dass ich mich gar nicht mehr richtig spüre.
Vielleicht ist es manchmal auch die Angst vor den eigenen Gefühlen.
Vor der Trauer. Vor der Angst. Vor dem, was auftaucht, wenn es plötzlich still wird.
Aber sobald ich stehen bleibe und wirklich hinschaue, merke ich etwas anderes:
Es kann auch unglaublich befreiend sein.
Ich lebe in einer Welt, in der es viel um Verantwortung und Funktionieren geht. Und manchmal bleibt darin wenig Zeit für Echtheit.
Zeit für mich selbst
Jetzt sitze ich hier.
In meinem Lieblingssessel. Ganz unperfekt. Einfach als Marion. Mein Hund bei mir.
Und ich nehme mir Zeit.
Für das kleine Mädchen.
Für den Teenager.
Für die junge Frau.
Und für die Frau von heute.
Heute dürfen sie alle da sein.
Mit allem, was sie fühlen.
Ohne Bewertung.
Ich darf traurig sein und gleichzeitig schöne Erinnerungen haben. Ich darf weinen und mich dabei gut fühlen. Ich darf melancholisch sein und trotzdem glücklich.
Und gerade merke ich, wie ich langsam wieder bei mir ankomme.
Im Hier und Jetzt.
Ich sitze hier und weine.
Nicht, weil es mir gerade schlecht geht.
Sondern weil ich merke, wie sehr mir etwas gefehlt hat:
Bei mir zu sein.
Ich habe mich lieb.
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